Kammerchor Zürcher Unterland  .....   Presseberichte

Pressestimmen zum Konzert im April 2006

Zürcher Unterländer — 5. April 2006

Bülach / Zürich — Kammerchor singt in der Predigerkirche

Eindrücklicher Schubert - Abend

Am Wochenende trat der Kammerchor Zürcher Unterland in der Predigerkirche in Zürich auf.
Mit Werken von Franz Schubert erlebte das Publikum einen abwechslungsreichen Konzertabend.

«Gerne wären wir auch in Bülach aufgetreten, aber aus terminlichen Gründen war es für dieses Programm nicht möglich, ein geeignetes Konzertlokal zu finden. Deshalb singen wir zweimal in Zürich», erklärt Christine Fehrlin vom Kammerchor Zürcher Unterland bedauernd. Die rund 100 Mitglieder des Chors haben eine anstrengende Zeit hinter sich. Seit Mitte Woche probten sie jeden Abend mit dem Orchester und den Solisten unter der Leitung von Beat Raaflaub.

Orchester aus Prag

Bei Morten Lauridsens 1994 entstandenem achtstimmigem Chorsatz «O Magnum Mysterium» wurde klar, mit welcher Sicherheit der Chor auch ein anspruchsvolles A-cappella-Stück meistert. Die einzelnen Stimmen liefen zum Teil chromatisch ineinander: Es entstand ein geheimnisvoller Klangteppich, bei dem sich die hellen Alt- und Sopranstimmen über die säuselnden Bass- und Tenorstimmen melodiös erhoben. Die Nuancenvielfalt des Chors, der es versteht, vom leisesten Pianissimo bis zum Kirchen erfüllenden Fortissimo Musik zu gestalten, ist auffällig.

Das Resultat dieser Arbeit war ein eindrücklich präsentierter Konzertabend mit drei geistlichen Werken von Franz Schubert. Das zur Passionszeit passende «Stabat mater» vertont die Gefühle der Mutter Maria bei der Kreuzigung ihres Sohnes zunächst schmerzlich seufzend, dann ruhig-besinnlich und zum Schluss hoffnungsvoll versöhnlich. Dabei überzeugten vor allem die Frauenstimmen des Chors in ihren klangvollen, gut intonierten A-cappella-Passagen. In «Mirjams Siegesgesang» beschreiben mitreissende Sopran-Soli und jubelnde Chöre, wie der Pharao mit seiner ganzen Streitmacht im Meer versinkt, als er Israels Auszug aus Ägypten verhindern will. Die bekannte Messe in G-Dur bildete den Abschluss des Programms. Nochmals demonstrierten Solisten, Chor und Orchester ihr präzises Zusammenspiel mit klarer Artikulation und differenzierter Dynamik.

Regina Müntener Meier