Kammerchor Zürcher Unterland ..... Presseberichte |
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<< zurück zur Presse - Übersicht Pressestimmen zum Konzert im Januar 2010Basellandschaftliche Zeitung — 22. Januar 2010Imposanter SchubertNach Beethovens «Neunter» begeistert Collegium Musicum auch mit Schubert.
Der lebensfrohe Ton der viersätzigen Sinfonie weist in der Prägnanz der Form und der ganzen Anlage des Werks auf Beethoven hin, lässt aber auch an Mozart denken. Was bei Konzertbeginn bald auffiel, war der Elan und die unverkrampfte Spielfreude, mit der das Orchester ans Werk ging. Zügig und mit elastischem Ton hörte sich der erste Satz an. In erlesener feinfühlender Klang-Ästhetik entstand der zweite Satz (vorzüglich die Bläser), forsch und mit pulsierendem Drive der dritte Satz, kraftvoll, luftig und energisch das Finale. Dirigent Simon Gaudenz hat zweifelsohne die konzertante Gereiftheit des Orchesters stabilisiert. Diverse Gäste wirkten mit bei der Aufführung der As-Dur Messe. Als Dirigent fungierte jetzt der jahrelang als Leiter der Knabenkantorei Basel tätige Beat Raaflaub. Seit 1979 steht er auch dem 1965 gegründeten «Kammerchor Zürcher Unterland» vor. Dieser bestritt hier den wichtigen Chor-Part höchst souverän, vital und mit geerdetem sattem Klang. Mit von der Partie waren noch vier Vokalsolisten. Die in Basel seit Jahren am Theater engagierte Sopranistin Maya Boog, eine zum Publikumsliebling avancierte Künstlerin, deren Stimme sich an diesem Abend wunderbar entfalten konnte. Roswitha Müller, eine Mezzosopranistin mit warmer, fein timbrierter Stimme, ist eine vielseitig einsetzbare Sängerin. Einen ausgezeichneten Ruf als Konzertsänger besitzt der Tenor Hansjörg Mammel, und der Bassist Stephan Imboden hat sich mit seiner kernigen Stimme ein breites Repertoire vom Barock bis zur Moderne angeeignet. Die eine Dreiviertelstunde dauernde Aufführung der Messe stellte Schuberts vier früher verfasste Messen in den Schatten und präsentierte sich als ein gerundetes und individuelles Meisterwerk von starker Leuchtkraft. Imposant die Orchesterbesetzung. Die musikalischen Themen besitzen einen liedhaften Charakter, die Taktwechsel und der sinfonische Stil in instrumentalen Zwischenspielen animierten das Collegium Musicum zu feinziseliertem Spiel und akzentuierendem Dialogisieren. Insgesamt eine Aufführung mit Profil und Charakter. Paul Schorno |