Kammerchor Zürcher Unterland ..... Presseberichte |
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<< zurück zur Presse - Übersicht Pressestimmen zum Konzert im Mai 2005Neues Bülacher Tagblatt — 31. Mai 2005Konzerte des Kammerchors Zürcher Unterland in Bülach und ZürichDvorak-Messe und die «Chichester Psalms» von BernsteinBülach — Für den Kammerchor Zürcher Unterland stand das vergangene Wochenende im Zeichen von zwei Konzerten in der katholischen Kirche Bülach und der Predigerkirche Zürich.
Der Kammerchor Zürcher Unterland wurde 1965 gegründet und besteht heute aus 80 Sängerinnen und Sängern. Unter der Leitung von Beat Raaflaub studiert der Chor immer wieder kirchliche Werke ein. Unter dem Gastdirigenten Roland Fitzlaff kamen diesmal mit der «Messe in D-Dur, Op. 86» von Antonin Dvorak (1841-1904) und den weniger bekannten «Chichester Psalms, 108, 3 und 100» (von 1965) von Leonard Bernstein (1918-1990) zwei kontrastreiche Werke zur Aufführung. Zur Komposition dieser Messe veranlasst wurde der berühmte Böhme Dvorak durch den Prager Architekten Josef Hlavka, welcher das Werk zur Einweihung seiner Kapelle 1887 im Schloss Luzany uraufführen liess. Dvorak hatte diese Messe für gemischten Chor, Soli und Orgel geschrieben, dem er 1892 noch eine Orchesterfassung für Bläser und Streicher folgen liess. Pastorale Stimmung verbreitete der Chor mit der im Sechs-Viertel-Takt komponierten Kyrie («Herr, erbarme Dich unser»), während der festlich jubelnde Charakter im Gloria im Mittelteil bei «Wir sagen Dir Dank ob Deiner grossen Herrlichkeit» (mit Orgelbegleitung) etwas zurück gedrängt wurde. Im Credo «Ich glaube an einen Gott» lebte der Kontrast vor allem von den hohen Frauen- und tiefen Männerstimmen. Auf das durch Imitation und Modulation gekennzeichnete Sanctus («Heilig, heilig, heilig ist Gott») folgte ein verinnerlichtes Benedictus («Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn»), worauf in einer gewaltigen stimmlichen Steigerung das abschliessende Agnus Dei («Gib uns Frieden») folgte, dem sich ein mehrminütiger Beifall der Zuhörerschaft anschloss. Die «Chichester Psalms»Nach einer kurzen Umbaupause stiessen zur Organistin Janine Lehmann noch Katrin Bamert (Harfe), Felix Eberle (Schlagzeug) und als junger Solist der Knabenkantorei Basel Raphael Ilg für die Solopartie der nun nachfolgenden «Chichester Psalms» von Leonard Bernstein. Als eine der facettenreichsten Figuren der amerikanischen Musikgeschichte, kennt man diesen in Boston aufgewachsenen Sohn jüdisch-russischer Eltern in erster Linie als begnadeten Musical-Komponisten wie etwa «West Side Story», 1960 geschrieben. Es spricht für die reife Leistung des Kammerchors wie auch der zugezogenen Solisten, dass auch dieses schwierige und speziell kontrastreiche Werk zur vorgängigen Dvorak-Messe, gleichfalls mit Bravour dargeboten wurde. Gustav Sigg |